Spermienkryokonservierung (Einfrieren von Spermien)

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe – Spezialist für Reproduktionsmedizin

Die Kryokonservierung von Spermien ist ein etabliertes Verfahren zur langfristigen Sicherung der männlichen Fruchtbarkeit. Durch das Einfrieren von Spermien unter kontrollierten Bedingungen bleibt deren Funktion über einen längeren Zeitraum erhalten.

Diese Methode ermöglicht es, die Fruchtbarkeit für zukünftige Lebensphasen zu bewahren – beispielsweise vor medizinischen Behandlungen, bei beruflicher oder persönlicher Planung oder im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung.

  • Flexibilität für die Zukunft:
    Unvorhergesehene Lebensumstände, wie medizinische Behandlungen oder berufliche Veränderungen, können die Fruchtbarkeit beeinflussen. Die Kryokonservierung bietet die Möglichkeit, frühzeitig vorzusorgen.
  • Alter und Spermienqualität:
    Im Vergleich zur weiblichen Fruchtbarkeit ist die Spermienqualität weniger stark altersabhängig, kann jedoch im Laufe der Zeit abnehmen. Durch die Kryokonservierung können Spermien zu einem günstigen Zeitpunkt eingefroren und für die Zukunft gesichert werden.
  • Weniger zeitliche Abhängigkeit bei Behandlungen:
    Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung ermöglicht die Verwendung eingefrorener Spermien eine bessere zeitliche Planung und kann zusätzliche Klinikbesuche reduzieren.
  • Erhalt der Fruchtbarkeit bei medizinischen Therapien:
    Vor Behandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung, die die Spermienproduktion beeinträchtigen können, bietet die Kryokonservierung die Möglichkeit, die Chancen auf eine spätere biologische Vaterschaft zu erhalten.
  • Gesundheitliche Abklärung:
    Vor der Kryokonservierung erfolgt eine umfassende Untersuchung, einschließlich Bluttests auf Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis B und C sowie Syphilis. Dies dient der Sicherheit und entspricht den geltenden medizinischen Standards.
  • Gewinnung der Samenprobe:
    Die Samenprobe wird in der Klinik abgegeben. Für eine optimale Probenqualität wird eine sexuelle Abstinenz von etwa drei bis fünf Tagen vor der Abgabe empfohlen.
  • Laboranalyse:
    Die Probe wird im Labor anhand standardisierter Parameter (z. B. Konzentration, Motilität, Morphologie) untersucht, um die Qualität der Spermien zu beurteilen und die weitere Verarbeitung zu planen.
  • Kryokonservierung und Lagerung:
    Nach der Aufbereitung werden geeignete Spermien unter kontrollierten Bedingungen eingefroren und in spezialisierten Einrichtungen gelagert. Dadurch bleibt ihre Funktion für zukünftige reproduktionsmedizinische Behandlungen erhalten.

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